Satzung des Fischereivereins Wiesau e.V.

 

 

 

§ 1 Name und Sitz

 

1. Der Verein führt den Namen Fischereiverein Wiesau e.V. Er ist in das Vereinsregister Nr. VR 99 beim Amtsgericht Tirschenreuth eingetragen.

2. Der Verein hat seinen Sitz in Wiesau

3. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

4. Gerichtsstand ist Tirschenreuth

 

§ 2 Zweck und Aufgaben

1. Zweck und Aufgaben sind:

1. Die Verbreitung und Verbesserung der Waidgerechten Fischerei durch:

a) Hege und Pflege des Fischbestandes in Vereinsgewässern,

b) Abwehr und Bekämpfung schädlicher Einflüsse und Einwirkungen auf den Fischbestand

und die Gewässer,

c) Beratung und Förderung der Mitglieder in allen mit der Fischerei zusammen-

hängenden Fragen durch Vorträge, Kurse und Lehrgänge.

2.  Die  Schaffung  von  Erholungsmöglichkeiten  zwecks  körperlicher  Ertüchtigung  und Gesunderhaltung der Mitglieder durch Pacht, Erwerb und Erhaltung von:

a) Fischgewässern und Freizeitgelände,

b) Vereinsheime und sonstigen Einrichtungen.

c) Unterstützung von Maßnahmen zur Erhaltung des Landschaftsbildes und natürlicher

Wasserläufe.

3. Förderung der Vereinsjugend,

4. Förderung des Castingsports.

5. Der Verein setzt sich für die Gesunderhaltung der Gewässer und damit auch für die Erhaltung der Gesundheitsförderung ein.

6.  Der  Verein  ist  die  auf  innere  Verbundenheit  und  Liebe  zur  Natur  aufgebaute Fischereigemeinschaft. Seine Ziele verfolgt er ausschließlich und unmittelbar auf der Grundlage der Gemeinnützigkeit. Etwaige Gewinne sind nur für den satzungsgemäßen Zweck zu verwenden. Es werden keine Anteile ausgeschüttet, auch keine Zuwendungen aus Mitteln  des  Vereins  gezahlt,  die  nicht  Satzungszwecken  dienen,  niemand  darf  durch unverhältnismäßig  hohe  Vergütungen,  Verwaltungsausgaben  oder  Ausgaben  die  den Vereinszwecken  fremd  sind,  begünstigt  werden.  Die  Bestimmungen  der Gemeinnützigkeitsverordnung sowie die Richtlinien für den Bundesjugendplan sind für den Verein verbindlich.

7. Der Verein verhält sich in Fragen der Parteipolitik, der Religionen und der Rasse neutral.

 

§ 3 Mitgliedschaft

 

Mitglied des Vereins kann jeder werden, der das 18. Lebensjahr vollendet hat und sich zur  Einhaltung  der  Vereinssatzung  und  der  Fischereiordnung  verpflichtet.  Sechs-bis achtzehn- jährige gehören der Jugendgruppe des Vereins an. Einzelheiten regelt die Jugendordnung. Minderjährige bedürfen der Zustimmung des gesetzlichen Vertreters. Förderndes Mitglied des Vereins kann jede unbescholtene, volljährige Person werden, die Aufnahme begehrt aus Gründen der Naturverbundenheit oder wegen freundschaftlicher oder  verwandtschaftlicher  Beziehungen  zu  Mitgliedern,  ohne  selbst  die  Fischerei ausüben zu wollen.

Diese Person erhält keine Fischereipapiere und hat den vom Vorstand jeweils für fördernde Mitglieder  festzusetzenden  Jahresbeitrag  zu  entrichten.  Im  übrigem  hat  sie  folgende Rechte:

a) an allen Versammlungen und Veranstaltungen des Vereins teilzunehmen,

b) die Vereinsheime und Vereinsgewässer zu benutzen.

 

§ 4 Aufnahme

 

Die Aufnahme geschieht nach Einreichung eines schriftlichen Aufnahmeantrages durch den  Vorstand.  Die  Aufnahmegebühr,  die  Mitgliedsbeiträge  sowie  sonst  festgesetzte Beiträge, sind vor der Aufnahme für ein Jahr, im Voraus zu entrichten und nachzuweisen. Die Aufnahme kann ohne Angabe von Gründen vom Vorstand abgelehnt werden.

 

§ 5 Beendigung

 

Die Mitgliedschaft endet durch:

a) freiwilligen Austritt,

b) Tod des Mitgliedes,

c) Ausschluss,

d) Auflösung des Vereins.

 

§ 6 Austritt

 

a) der freiwillige Austritt eines Mitgliedes kann nur zum Jahresschluss unter Einhaltung einer halbjährlichen Kündigungsfrist durch eingeschriebene Mitteilung an den Vorstand erfolgen Das  ausscheidende  Mitglied  ist  verpflichtet,  bis  zu  diesem  Zeitpunkt  die  fälligen Mitgliedsbeiträge zu entrichten.

b) Der Tod eines Mitgliedes bewirkt sein sofortiges Ausscheiden.

c) Der sofortige Ausschluss kann erfolgen, wenn ein Mitglied

1.  ehrenunwürdige  oder  strafbare  Handlungen  begeht,  oder  wenn  nach  seiner Aufnahme bekannt wird, dass es solche begannen hat,

2. sich eines Fischereivergehens oder einer Übertretung schuldig gemacht, sonst gegen fischereirechtliche Bestimmungen oder Interessen des Vereins verstoßen oder Beihilfe geleistet hat,

3. innerhalb des Vereins wiederholt bzw. erheblichen Anlass zu Streit oder Unfrieden gegeben hat,

4.  trotz  Mahnung  und  ohne  hinreichende  Begründung  mit  seinen  Beiträgen  oder sonstigen Verpflichtungen sechs Monate im Rückstand ist,

5. in sonstiger Weise sich unsportlich oder unkameradschaftlich verhalten, gegen die Satzung verstoßen oder das Ansehen des Vereins durch sein Verhalten geschädigt hat.

 

§ 7 Ausschluss/Sanktionen

 

Über den Ausschluss eines Mitgliedes befindet der Vorstand mit einfacher Stimmenmehrheit der erschienenen Vorstandsmitglieder. Anstatt auf Ausschluss, kann der Vorstand erkennen auf:

a) zeitweilige Entziehung der Vereinsrechte oder der Angelerlaubnis auf allen oder nur auf

bestimmten Vereinsgewässern,

b) Zahlung von Geldbußen,

c) Verweis mit oder ohne Auflage,

d) Verwarnung mit oder ohne Auflage,

e) mehrere der vorstehenden Möglichkeiten.

 

 

§ 8 Berufung

Gegen die schriftliche Entscheidung des Vorstandes ist die Berufung von dem Betroffenen an den Ehrenrat (s. § 12) zulässig. Die Berufung ist binnen eines Monats nach Zustellung der  Entscheidung  des  Vorstandes  schriftlich  bei  diesem  oder  dem  Vorsitzenden  des Ehrenrates einzureichen und gleichzeitig zu begründen. Der Ehrenrat entscheidet endgültig. Macht das ausgeschlossene Mitglied innerhalb der vorgeschriebenen Rechtsmittelfrist,

die ihm mit dem Ausschliessungsbeschluss schriftlich zuzustellen ist, von der Anrufung der Mitgliederversammlung keinen Gebrauch, wird der Ausschliessungsbeschluss rechtskräftig. Nach Fristablauf eingelegte Rechtsmittel sind als unzulässig zu verwerfen. Vertretung durch berufliche Rechtsvertreter im Verfahren beim Vorstand oder dem Ehrengericht ist unstatthaft.

 

§ 9 Rechte der ausgeschlossenen Mitglieder

 

Ausscheidende oder rechtskräftig ausgeschlossene Mitglieder haben keinen Anteil am Vereinsvermögen. Vereinspapiere sowie Vereins- und Verbandsabzeichen sind ohne Vergütung zurückzugeben.

Mit dem Austritt bzw. Ausschluss verlieren sie alle Rechte der Mitglieder, insbesondere das Recht zur Ausübung des Fischens an den Vereinsgewässern und zur Benutzung der Vereinsheime.

 

§ 10 Rechte und Pflichten

 

Die Mitglieder sind berechtigt:

a) die vereinseigenen und vom Verein gepachteten Gewässer waidgerecht       zu beangeln,

b) alle vereinseigenen Anlagen (Heime) zu benutzen.

                       c) die Veranstaltungen des Vereins zu besuchen und an den                               öffentlichen Vorstandssitzungen teilzunehmen

 

.Die Mitglieder sind verpflichtet:

 a) die Fischerei nur im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften und der festgelegten Bedingungen auszuüben sowie auf die Befolgung der gesetzlichen Vorschriften auch

bei anderen Mitgliedern zu achten,

b) den Aufsichtspersonen und Fischereiaufsehern sich auf Verlangen auszuweisen und

deren Anordnungen zu befolgen,

c) Zweck und Aufgaben des Vereins zu erfüllen und zu fördern,

d)  die  fälligen  Mitgliedsbeiträge  pünktlich  abzuführen  und  sonstige  beschlossene Verpflichtungen zu erfüllen.

Die von der Hauptversammlung beschlossenen Mitgliedsbeiträge sind im Voraus an den  Kassenwart  zu  entrichten  und  können  jährlich  voll  mit  1/4  des  festgesetzten Jahresbeitrages entrichtet werden.

Begründete  Stundungs-  oder  Erlassgesuche  sind  rechtzeitig  beim  Vorstand, spätestens aber bis zum 1. September eines Jahres, für Erlass künftiger Beiträge einzureichen.

Die Rechte der Mitglieder ruhen, falls fällige Beiträge oder sonstige geldliche Verpflichtungen nicht durch Quittungsmarken oder andere Zahlungsbelege nachgewiesen werden können.

 

§ 11 Vorstandschaft

 

Die Vorstandschaft wird von der Mitgliederhauptversammlung für drei Jahre gewählt, bleibt bis zur Neuwahl im Amt. Bei vorzeitigen Ausscheiden eines Vorstandsmitgliedes bestimmt  der  Gesamtvorstand  ein  Ersatzvorstandsmitglied  bis  zur  nächsten Mitgliederhauptversammlung.

Die Vorstandschaft besteht aus:

1. dem 1. Vorsitzenden

2. dem 2. Vorsitzenden

3. dem Schriftwart

4. dem Kassenwart

5. dem Gewässerwart

6. dem Jugendwart

7. dem Organisationsleiter

8. dem Aufseherobmann

 

Vorstand im Sinne des § 26 BGB sind der 1. Vorsitzende und der 2. Vorsitzende. Jeder von ihnen hat Einzelvertretungsbefugnis, die des 2. Vorsitzenden wird jedoch im Innenverhältnis auf den Fall der Verhinderung des 1. Vorsitzenden beschränkt.

Die Vertretungsmacht des Vorstandes ist mit Wirkung gegen Dritte in der Weise beschränkt (§26 Abs.1 S. 3 BGB), dass zum Erwerb oder Verkauf, zur Belastung und zu allen sonstigen Verfügungen über Grundstücke (und grundstücksgleiche Rechte) sowie außerdem zum Abschluss von sonstigen Rechtsgeschäften über EUR 7.500,00 die Zustimmung der Vorstandschaft erforderlich ist.

Der Vorstand erledigt und regelt die laufenden Geschäfte, beruft die Vorstandschaft, alle Versammlungen und falls veranlasst, das Ehrengericht ein. Alle Beschlüsse der Vorstandschaft sind schriftlich niederzulegen. Zu allen Beschlüssen genügt die einfache Mehrheit. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des 1. Vorsitzenden bzw. bei dessen Abwesenheit die des 2. Vorsitzenden. Die Vorstandschaft ist bei beschlussfähig, wenn mindestens 4 dieser Personen anwesend sind.

Die Vorstandschaft regelt sämtliche Angelegenheiten, wie Bewirtschaftung der Vereinsgewässer, Erwerb und Verkauf von Grundstücken und Fischrechten, Pachtung von Fischgewässern.

Der Vereinsvorstand überwacht die Geschäftsführung der übrigen Vorstandsmitglieder. Alle Vorstandsmitglieder sind verpflichtet, bei der Erledigung der Vereinsobliegenheiten mitzuwirken.

 

Der Vorstand kann durch die Mitgliederhauptversammlung vorzeitig abberufen werden.

 

§ 12 Ehrenrat

 

Der Ehrenrat des Vereins besteht aus dem 1. Vorsitzenden, zwei Beisitzern und zwei Ersatzbeisitzern.

Sie sind auf der Mitgliederhauptversammlung mit einfacher Stimmenmehrheit für drei Jahre zu wählen. Wiederwahl ist zulässig. Der Ehrenrat hat die Aufgabe:

1. in seiner Eigenschaft als Schlichtungsausschuss alle Streitfälle unter den Mitgliedern zu schlichten, sobald er vom Vorstand oder einem Mitglied des Vereins dazu aufgerufen wird,

2. aufgrund der Schlichtungs- und Ehrenratsordnung des Vereins, auf Antrag des Vorstandes oder einem Mitglied des Vereins, Ehrenratsverfahren durchzuführen.

 

§ 13 Kassen- und Buchführung

 

Die  Kassen-  und  Buchführung  obliegt  dem  Kassenwart,  der  zur  Einrichtung, Unterhaltung, Führung und Überwachung der erforderlichen Unterlagen verpflichtet ist. Der Jahresabschluss ist von ihm rechtzeitig zu erstellen.

Der  Kassenwart  ist  verpflichtet,  dem  Vorstand  oder  einem  durch  ihnen  beauftragten Vorstandsmitglied sowie den Kassenprüfern jederzeit Einsicht in die geführten Unterlagen zu gestatten und Auskunft zu erteilen. Die Kassenprüfer (s. § 15) sind verpflichtet, sich durch Sichtproben von der Ordnungsmäßigkeit der Kassen- und Buchführung zu überzeugen und am  Jahresabschluss  eine  eingehende  Prüfung  der  Bücher,  Belege  und  des Jahresabschlusses vorzunehmen.

Sie haben das Ergebnis der Prüfung der Mitgliederversammlung mitzuteilen und die Entlastung  des  Kassenwarts  -  auch  insoweit  die  Entlastung  des  Vorstandes  zu beantragen oder der Versammlung bekanntzugeben, warum der Antrag nicht gestellt werden kann.

 

 

§ 14 Mitgliederversammlung

 

Die Mitgliederversammlungen haben die Aufgabe, durch Aussprachen und Beschlüsse auf dem Wege der Abstimmung die maßgeblichen, der Zielsetzung des Vereins dienlichen Entscheidungen herbeizuführen. Alle Versammlungen werden vom 1. Vorsitzenden, bei Verhinderung  von  seinem  Stellvertreter,  nach  parlamentarischen  Grundsätzen  geleitet. Während der Wahl des 1. Vorsitzenden übernimmt der Vorsitzende des Ehrenrates oder ein bewährtes  Mitglied  die  Versammlungsleitung.  Alle  Beschlüsse  werden  durch Stimmenmehrheit  gefaßt,  wenn  nicht  das  Gesetz  oder  diese  Satzung  etwas  anderes vorschreiben.

Bei Stimmengleichheit gilt der Antrag als abgelehnt. An das Ergebnis der Abstimmung ist der Vorstand bei der Durchführung seiner Aufgaben gebunden. Jede ordnungsgemäß einberufene Mitgliederversammlung, Vorstands- oder Ausschusssitzung ist beschlußfähig ohne Rücksicht auf die Zahl der Erschienenen.

 

 

§ 15 Einberufung und Inhalte der Mitgliederjahresversammlung

 

Die Mitglieder-Jahreshauptversammlung findet im ersten Quartal des Jahres statt. Zu ihr  ist  durch  den  Vorstand  mindestens  zwei  Wochen  vorher  unter  Angabe  der Tagesordnung schriftlich einzuladen. Sie hat unter anderem die Aufgabe:

a) den Jahresbericht des Vorstandes sowie den Bericht der Kassenprüfer entgegen- zunehmen, die Entlastung des Vorstandes zu beschließen, den Haushaltsplan für das laufende Geschäftsjahr festzusetzen,

b)  die  Höhe  des  Jahresbeitrages,  des  Eintrittsgeldes  und  sonstiger  Beiträge  und Gebühren festzusetzen,

c) den gesamten Vorstandschaft einschließlich der Obmänner und deren Stellvertreter zu wählen sowie die Beisitzer zu ernennen,

d) zwei Kassenprüfer für das laufende Geschäftsjahr zu wählen, von denen jedes Jahr einer ausscheiden muss, aber im nächsten Jahre wieder gewählt werden kann. Kassenprüfer dürfen kein anderes Amt im Verein bekleiden.

Die  Wahl  muss  durch  Stimmzettel  vorgenommen  werden,  wenn  die  Mehrheit  der anwesenden Stimmberechtigten dies beschließt.

 

 

§ 16 außerordentliche Mitgliederversammlung

 

Eine außerordentliche Mitgliederversammlung kann jederzeit vom Vorstand einberufen werden. Sie muss einberufen werden, wenn mindestens 1/3 der Mitglieder sie schriftlich unter Angabe der Gründe beantragt. Für die Einberufung gelten die Bestimmungen des § 15.

Die außerordentliche Mitgliederversammlung hat den Zweck, über besonders wichtige, eilige und weittragende Anregungen oder Anträge des Vorstandes oder der Mitglieder zu entscheiden, Ersatzwahlen oder sonstige Wahlen und Ernennungen vorzunehmen und Entscheidungen gemäß § 19 zu treffen.

 

 

§ 17 weitere Mitgliederversammlung

 

Mitgliederversammlungen  sollen  in  der  Regel  und  nach  Bedarf  vierteljährlich stattfinden und möglichst immer auf denselben Wochentag gelegt werden. Ausnahmen (Urlaubsmonate, Weihnachtsmonat oder Mangel an Versammlungsraum) sind zulässig.

Die Mitgliederversammlungen dienen der laufenden Berichterstattung durch den Vorstand, der Entgegennahme von Anregungen oder Beschwerden der Mitglieder, der Aussprache über Fragen der Fischerei, der Belehrung in fischereilichen Dingen, der Vorführung von Filmen, Lichtbildern sowie anderen Vorträgen.

Die nach Bedarf monatlich stattfindenden Versammlungen des Vorstandes sind vom Vorstand festzulegen.

§ 18 Protokolle

 

Über alle Versammlungen ist eine Niederschrift anzufertigen, die mindestens alle Anträge und  Beschlüsse  sowie  die  Wahlergebnisse  enthalten  muss.  Sie  ist  vom Versammlungsleiter und dem Schriftführer zu unterzeichnen und zu verwahren.

 

 

§ 19 Satzungsänderungen und Auflösung

 

Beschlüsse über Satzungsänderungen und Auflösung des Vereins bedürfen einer Mehrheit von 90% der erschienenen stimmberechtigten Mitglieder. Die Mitglieder dürfen bei Auflösung des  Vereins  nicht  mehr  als  den  gemeinen  Wert  ihrer  geleisteten  Sacheinlagen zurückerhalten.

Das bei Auflösung oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke vorhandene Vermögen fällt es  an  die  Markt  Gemeinde  Wiesau  die  es  unmittelbaren  und  ausschließlich  für gemeinnützige  Zwecke,  insbesondere  zur  Förderung  der  Jugendvereinsarbeit  in  der Marktgemeinde zu verwenden hat.

Wird  mit  der  Auflösung  des  Vereins  nur  eine  Änderung  der  Rechtsform  oder  eine Verschmelzung mit einem gleichartigen anderen Verein angestrebt, wobei die unmittelbare ausschließliche  Verfolgung  des  bisherigen  Vereinszwecks  durch  den  neuen Rechtsträgerschaft weiterhin gewährleistet wird, geht das Vereinsvermögen auf den neuen Rechtsträgerschaft über.

 

Ist wegen Auflösung des Vereins oder Entziehung der Rechtsfähigkeit die Liquidation des Vereinsvermögens  erforderlich,  sind  die  zu  diesem  Zeitpunkt  im  Amt  befindlichen Vereinsvorsitzenden die Liquidatoren, es sei denn, die Mitgliederversammlung beschließt auf einer  ordnungsgemäß  einberufenen  Mitgliederversammlung  über  die  Einsetzung  eines anderen Liquidators mit ¾ Mehrheit der Anwesenden stimmberechtigten Mitglieder.

 

 

§ 20 formelle und Ergänzungen des 1. Vorstands

 

Der 1. Vorstand des Vereins ist ermächtigt, etwaige zur Genehmigung der Satzung und zur Eintragung des Vereins erforderliche formelle Änderungen und Ergänzungen der Satzung vorzunehmen.

 

 

Schlichtungs- und Ehrenrats-Ordnung

§ 1

Das Schlichtungsverfahren ist formlos. Im Falle der gütlichen Beilegung ist eine Niederschrift zu fertigen, von den Beteiligten zu unterschreiben und dem Vorstand zu übergeben. Kommt eine Schlichtung nicht zustande, können die Beteiligten die Entscheidung des Vorstandes anrufen. Die Entscheidung des Vorstandes ist endgültig.

 

 

 

§ 2

Der Ehrenrat wird gemäß der Satzung 12) tätig. Er kann die in § 7 der Satzung vorgesehenen  Entscheidungen  des  Vorstandschaft  bestätigen,  abändern  oder aufheben.

§ 3

Ein Mitglied des Schlichtungs- und Ehrenrates kann wegen Besorgnis der Befangenheit abgelehnt werden. Der Ablehnungsantrag ist dem Vorsitzenden vor Beginn der Verhandlung vorzutragen. Ein späterer Ablehnungsantrag ist nur zulässig, wenn nachgewiesen wird, dass eine frühere Antragstellung nicht möglich war. Über den Ablehnungsantrag entscheidet der Vorsitzende, der die Verhandlung führt. Wird

er selbst abgelehnt, so entscheidet der Ehrenrat in seiner Gesamtheit.

Im Verhinderungsfall oder in einem begründeten Ablehnungsfall wird das Verfahren von den jeweiligen Stellvertretern durchgeführt.

§ 4

Der Vorsitzende des Ehrenratsverfahrens gibt dem Beschuldigten, dem Ankläger sowie den Vorstand von der Eröffnung des Verfahrens Kenntnis. Die Mitteilung an den Beschuldigten muss  die  Beschwerdepunkte  enthalten  und  die  Aufforderung,  sich  innerhalb  einer angemessenen Frist auf die Anschuldigungen unter Benennung von Zeugen und Angabe sonstigen

Beweismaterials schriftlich zu äußern. Sie muss ferner den Hinweis enthalten, dass eine Vertretung durch berufliche Rechtsvertreter unzulässig ist.

Der weitere Gang des Verfahrens wird vom Vorsitzenden des Ehrenratsverfahrens bestimmt. Er kann die nötigen Auskünfte und Nachforschungen schriftlich einholen oder einen Beisitzer hiermit  beauftragen.  Er  kann  auch  den  Weg  der  Vernehmung  in  einer  Verhandlung beschreiten.

Sobald der Tatbestand als genügend geklärt angesehen werden kann, lädt der Vorsitzende des Verfahrens die Beteiligten zu einem Verhandlungstermin schriftlich ein. Auch dem Vorstand  muss  eine  Mitteilung  zugesandt  werden,  damit  dieser  selber  zum  Termin erscheinen oder sich durch ein anderes Vorstandsmitglied vertreten lassen kann, wenn er es für nötig hält. Zwischen der Absendung der Ladung durch eingeschriebenen Brief und dem Verhandlungstage muss eine Frist von mindestens 14 Tagen liegen. Die Ladung ist an die letzte, dem Verein bekannte Anschrift der Beteiligten zu senden. Sie

muss die Mitteilung enthalten, dass auch in Abwesenheit des Empfängers verhandelt sowie auch entschieden wird.

Dem Beschuldigten ist auf seinen Antrag Einsicht in die Akten zu gewähren.

§ 5

Die Verhandlung ist vereinsöffentlich. Alle Beteiligten und Zeugen sind bei Beginn der- selben hierauf hinzuweisen.

§ 6

Die  Urteilsfindung  erfolgt  in  Abwesenheit  der  Beteiligten  durch  Abstimmung  der erkennenden Mitglieder des Ehrenrates. Das Urteil ist schriftlich auszufertigen und zu begründen. Die erkennenden Mitglieder des Ehrenrates haben es zu unterzeichnen. Es ist in vierfacher Ausfertigung dem Vorstand zu übergeben.

§ 7

Der Vorstand entscheidet durch Beschluss darüber, ob das Urteil nur den Beteiligten zu- gestellt oder in der Vereinsversammlung bekanntgegeben werden soll.

Die endgültige Entscheidung wird durch den Vorstand vollzogen.

 

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